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Test: BYD Dolphin Surf - Mehr E braucht man nicht

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Als vollelektrischer Kleinwagen zum Kampfpreis trat der BYD Dolphin Surf an. Im Altag überrascht er dann aber doch eher mit seinen sehr erwachsenen Talenten: Mehr E braucht man nicht.

Es war eigentlich in der Schule nicht viel anders mit den ewigen Strebern: Meist die komischsten Frisuren und kratzigsten Pullover, aber bei den Schulnoten einfach unschlagbar. Auch der Dolphin Surf muss einem nicht gefallen. Aber echte Schwächen? Sucht man vergebens. BYD hat bei ihrem Kleinsten definitiv die Hausaufgaben gemacht, was schon beim wichtigsten Punkt anfängt: beim Preis.

 

Was zählt

So geht es tatsächlich bereits bei 18.658 Euro netto los, wofür man 88 PS und knapp 200 Kilometer Reichweite bekommt. Ladeleistung? Maximal 65 kW, was den 30 kWh-Akku ausreichend, aber nicht überbordend schnell befüllt. Auch ausstattungsmäßig ist man ausreichend bedient, hat sogar eine Rückfahrkamera und Einparkhilfe am Heck an Bord, muss aber auf LED-Licht oder  kabelloses Handyladen verzichten. Boost und Comfort haben all dies, in unserem Fall des Topmodells sogar getönte Fondscheiben. 

 

Keine weiteren Fragen 

Natürlich ist mit vollen Akkus gut stinken, denn in unserem Fall hat der Surf mit der Basisversion nur den Namen gemein. Die besseren zwei Versionen Boost und Comfort haben schon 156 PS, 43,2 statt 30 kWh im Akku und 85 statt 65 kW Ladeleistung, was schon 21.158 beziehungsweise 23.241 Euro netto kostet, dafür aber äußerst nüchtern brutal endgültig die Frage beantwortet, wie viel E-Auto man eigentlich benötigt. Der Top-Surf geht gut genug für ein wenig Fahrspaß, bietet genügend Laderaum für alltägliche Belange, hat genug Platz und Reichweite, um auch einmal zu viert zur Omi zu düsen, bleibt dennoch klein genug, um überall einen Parkplatz zu finden. Nicht einmal bei der Bedienung leistet er sich ernsthafte Patzer, womit nur Details bleiben, die nerven. Etwa der fummelige Wählknopf, die staksigen Türgriffe,  die fehlende Außentemperaturanzeige und Hutablage, woran man am ehesten merkt, wie sehr bei diesem Modell gespart wurde. Dennoch: Wer sich mit der kofferigen Optik anfreunden kann, hat hier wohl die derzeit beste Antwort auf die ewige Frage, wo nackte Mobilität aufhört und Luxus anfängt, ohne den Buchhalter zu quälen. Alternative Antwortvorschläge sind jederzeit willkommen. 

 

Marke

BYD Dolphin Surf

Flotten-Tipp: 

Active

Testmodell: 

Comfort

Leistung | Drehmoment

88 PS (65 kW) | 175 Nm

156 PS (115 kW) | 220 Nm

Dauerleistung | Gewicht

35 kW | 1.294 kg

60 kW | 1.390 kg

0–100 km/h | Vmax

11,1 s | 150 km/h

9,1 s | 150 km/h

Reichweite | Antrieb

220 km | Vorderrad

310 km | Vorderrad

Ø-Verbrauch | Batterie

15,5 kWh | 30 kWh

16 kWh | 43,2 kWh

Laden AC

11 kW, 3:5 h (0–100 %)

11 kW, 5 h (0–100 %)

Laden DC

65 kW, 30 min (10–80 %)

85 kW, 30 min (10–80 %)

Kofferraum | Zuladung

308–1.037 l | 344 kg

308–1.037 l | 344 kg

Basispreis | NoVA

18.658 € (exkl.) | 0 %

23.241 € (exkl.) | 0 %

  • Das gefällt uns: die brutale Art, zu zeigen, wie viel Auto ausreicht
  • Das vermissen wir: eine Hutablage und die Außentemperaturanzeige
  • Die Alternativen: Hyundai Inster, Fiat Grande Panda Electric, Renault 4

 

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