Schon (vorab) gefahren: Cupra Raval
4,05 Meter lang, tiefergelegt, verbreiterte Spur: Der Cupra Raval ist das erste Auto auf der neuen, kleinen Elektro-Plat...
Virtual Reality hat zwar schon so manches Kinderzimmer erobert, welche Möglichkeiten sich dadurch für professionelle Anwendungen ergeben, hat die Wirtschaftskammer Wien nun in einem Workshop aufgezeigt.
Zugegeben, es sieht schon ziemlich bescheuert aus, wenn sich erwachsene Menschen eine VR-Brille aufsetzen und mit zwei Controllern durch die Gegend fuchteln. Und ja, es fühlt sich zunächst auch komisch an, wenn man sich in die Rolle des brillentragenden Fuchtlers begibt, verliert man dabei doch zunächst völlig die Orientierung. Jedenfalls ging es dem Autor dieser Zeilen so, als er aus seinem virtuellen Lkw-Führerhaus ausstieg, und nach hinten zum virtuellen Sattelauflieger ging, um die ebenfalls virtuellen Stützen einzukurbeln, um losfahren zu können. Was anmutet wie ein Spiel für die Playstation, war tatsächlich auch ein Spiel für die Playstation. Aber durchaus mit praktischen Hintergedanken.
Denn eingeladen wurde nicht etwa von einer Spielefirma, sondern von der Wirtschaftskammer Wien. „WKW goes Metaverse“ stand im Betreff des E-Mails von Andrea Faast, der Leiterin Standort- und Infrastrukturpolitik der Wirtschaftskammer Wien, so richtig vorstellen konnten sich vermutlich nur die wenigsten, was uns da erwarten würde. Angesprochen wurden Logistiker und Fuhrparkverantwortliche, wir durften uns als einzige Medienvertreter daruntermischen. Durch die drei äußerst kurzweiligen Stunden führte Matthias Lechner, der Tiroler ist einer der Vorreiter im Bereich der virtuellen Realität und hatte bereits 1994 seine erste VR-Brille – damals in Kanada – auf seinem Haupt.
Veranstalter: Wirtschaftskammer Wien (WKW) unter dem Titel „WKW goes Metaverse“.
Zielgruppe: Logistiker, Fuhrparkverantwortliche und Fachmedien.
Experte: Matthias Lechner (VR-Pionier seit 1994) führte durch die Veranstaltung und klärte über das Metaverse als plattformübergreifendes Konzept auf.
Eigentlich Grafikdesigner, beschäftigt sich Lechner also bereits eine kleine Ewigkeit mit dem Thema, das in jüngerer Vergangenheit unter dem Begriff „Metaverse“ für Schlagzeilen sorgt. Übrigens, auch wenn sich darin das Wort „Meta“ versteckt, die Dachmarke von Facebook, Instagram und Co, handelt es sich dabei nicht um die exklusive Spielwiese von Mark Zuckerberg.
Virtuelle Einschulung: Mitarbeiter können komplexe Aufgaben wie das Bedienen von Gabelstaplern oder das Rückwärtseinparken von Sattelschleppern in einer digitalen Umgebung trainieren.
Effizienzsteigerung: Reale Fahrzeuge und Geräte werden während der Ausbildung nicht blockiert und stehen dem laufenden Betrieb zur Verfügung.
Sicherheit: Gefahrensituationen (z. B. bei Schwerlastkranen) können ohne Risiko für Mensch und Material geübt werden.
Kostenersparnis: Durch die Vorbereitung in der virtuellen Welt verkürzt sich die Einschulungszeit an echten Maschinen.
Nach einem Vortrag zur Einführung und Erklärung des Metaverse durften die Teilnehmer dann ihre VR-Brillen aufsetzen und in fremde Welten abtauchen. Mit Controllern in beiden Händen wurde zunächst die Bedienung spielerisch nähergebracht, ehe es an komplexere Aufgaben wie das Rückwärtseinparken eines Sattelschleppers oder das Bedienen eines Gabelstaplers ging. Auf spielerische Art und Weise ist es mit solchen Programmen möglich, Personen auf Fahrzeuge oder Geräte einzuschulen, ohne währenddessen das Fahrzeug zu blockieren oder sich realen Gefahren – etwa bei einem Schwerlastkran – auszusetzen, was unterm Strich Geld spart und die Effizienz steigert.
> Weiterlesen: Chancen und Risiken der Zukunft
Erfolgt dann der letzte Feinschliff der Einschulung in der Realität, ist der Proband bereits mit den grundlegenden Dingen vertraut. Bereits heute arbeiten etwa sogenannte „Picker“, also Personen, die im Internet georderte Warenkörbe in einer großen Lagerhalle zusammenstellen, mit solchen VR-Brillen, die auch die Möglichkeit bieten, Screens wie Hologramme ins Sichtfeld des Benutzers einzublenden. Man darf also gespannt sein, wann diese Technik das Fuhrparkmanagement erreicht. •
Kommissionierung: Sogenannte „Picker“ nutzen VR-Technik bereits heute, um sich Informationen oder Bildschirme als Hologramme in das Sichtfeld einblenden zu lassen.
Zukunftspotenzial: Die Technik bietet vielversprechende Ansätze für die weitere Digitalisierung des Fuhrparkmanagements.
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